Wenn ein Reifen abgefahren ist, kann man ihn mit neuem Gummi versehen und ihm zu neuem Leben verhelfen. Das nennt man Runderneuerung. Voraussetzung ist jedoch, dass die Altreifen sorgfältig sortiert und geprüft werden, so dass nur diejenigen ohne Schäden am inneren Stahlkern (Karkasse) oder an anderen vitalen Teilen verwendet werden. Die Produktion von runderneuerten Reifen erfordert daher unverhältnismäßig viel Handarbeit.
Viele Jahre war die Herstellung runderneuerter Pkw-Reifen dennoch rentabel. Dank der Wiederverwendung der Karkasse waren sie preisgünstiger als Neureifen und konnten als „Sparreifen“ zu einem attraktiven Preis verkauft werden.
Mit der vollautomatischen Neureifenproduktion hat sich dies jedoch geändert. Ein neuer Pkw-Reifen ist heute in der Herstellung nicht teurer als ein runderneuerter. Daher ist dieser Markt fast vollständig verschwunden. Bei Lkw-Reifen wird die Runderneuerung in gewissem Umfang jedoch weiter angewendet.
Die technische Entwicklung hat somit dazu geführt, dass künftig immer weniger Reifen runderneuert werden.