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EIN HOCHWERTIGER ELASTOMER-MODIFIKATOR FÜR BITUMEN UND ASPHALT

Road+ ist ein Elastomer-Modifikator für Bitumen und Asphalt, der in einem von Evonik patentierten Verfahren hergestellt wird. Die Inhaltsstoffe sind ein von Genan produziertes, hochwertiges Gummipulver, gemischt mit 4,5 % Vestenamer®, einem teilkristallinen Polyoctenamer von Evonik.

Laborversuche und Straßenbauprojekte zeigen, dass herkömmliches, mit 10 % Road+ modifiziertes Bitumen dieselben Eigenschaften aufweist wie vergleichbares, mit 4 % SBS modifiziertes Bitumen. Vergleicht man Eigenschaften wie beispielsweise die Fähigkeit, die Bildung von Spurrillen zu verhindern, oder die Verformung unter Druck, schneidet Road+ deutlich besser ab.

Für die Produkteigenschaften ist entscheidend, dass das verwendete Gummipulver rein ist und eine homogene Partikelgröße hat. Als weltweit größter Hersteller von Gummipulver aus Altreifen verfügt Genan über die Technologie, um diesen Anforderungen gerecht zu werden. Genan-Gummipulver aus Warmvermahlung hat nicht nur eine homogene Partikelgröße, es ist auch praktisch staubfrei.

Unter den nachfolgenden Links stehen weitere Informationen zu Road+ zum Download bereit.

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Road+ Prospekt

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Sicherheitsdatenblatt – Genan Gummigranulat und ambientes Gummipulver

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Sicherheitsdatenblatt – Vestenamer®

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Prüfungen von Road+-modifiziertem Bitumen – von Heiden Labor ausgearbeitet (auf Englisch)

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Beurteilung der Gleichmässigkeit –
von Heiden Labor augearbeitet

WARUM ASPHALT UND BITUMEN MODIFIZIEREN?

Lokale und nationale Straßenbaubehörden auf der ganzen Welt erkennen gerade, dass es sinnvoll ist, für neue Straßenbauprojekte modifizierten Asphalt zu verwenden. Er ist mittel- und langfristig einfach kostengünstiger, weil mit Gummi modifizierte Straßenbeläge weniger stark der Spurrillen- und Rissbildung ausgesetzt sind. Dadurch reduziert sich der Instandhaltungsaufwand, der nicht nur finanziell, sondern auch in Bezug auf den Verkehr ein Problem darstellt, da Straßen bei Instandhaltungsarbeiten vorübergehend gesperrt werden müssen.

Die Modifizierung von Asphalt und Bitumen wird daher immer populärer. In einigen europäischen Ländern beträgt der Anteil an modifiziertem Bitumen im Straßenbau bereits mehr als 20 %. Unter dem nachfolgenden Link stehen hierzu Statistiken zum Download bereit, die vom Europäischen Asphaltverband EAPA veröffentlicht wurden.

Die häufigste Methode der Modifizierung von Bitumen im modernen Straßenbau ist die Verwendung des thermoplastischen Elastomers SBS (Styrol-Butadien-Styrol). Es war daher ein bedeutender technischer Durchbruch, als Genan für die Modifizierung von Asphalt und Bitumen Road+ vorstellte, ein Modifizierungsmittel der dritten Generation auf Basis von grobem Gummipulver, das aus Altreifen gewonnen wird. Hinsichtlich Leistungsfähigkeit und Eigenschaften ist Road+ den SBS-Modifikatoren ebenbürtig oder gar überlegen. Noch bedeutender ist wahrscheinlich jedoch der enorme Nutzen für die Umwelt, der sich durch die Verwendung von Road+ ergibt. Sollte sich ein Produkt, basierend auf Gummipulver aus Altreifen, auf dem Markt durchsetzen – der Gewinn für die Umwelt wäre unvorstellbar. Im Vergleich zur Mitverbrennung der Altreifen werden die Treibhausgasemissionen deutlich verringert und der Verbrauch von fossilen Brennstoffen stark reduziert. Weitere Information zu Umweltaspekten entnehmen Sie bitte der Ökobilanz-Studio (LCA-Studie) von Genan.

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Europäischer Asphalt in Zahlen (auf Englisch)

WO ROAD+ VERWENDET WERDEN KANN

Road+ kann in vielen Asphalt- und Bitumenanwendungen genutzt werden, sei es Splittmastixasphalt (SMA), jede Art von Asphaltbeton (AC), offenporiger Asphalt (PA) oder Gussasphalt (MA).

Im Gegensatz zu SBS kann Road+ auch mit jeder Art von Bitumen verwendet werden.

Road+ kann in höherer Konzentration in spannungsabbauenden Zwischenschichten sog. SAMI-Schichten (stress absorbing membrane interlayer) verwendet werden.

Prof. Dr. Ing. Damm, Hamburg, Wissenschaftsreferent für Asphaltbetonforschung, sagt dazu:

“Mit Road+ modifizierter Asphalt verbessert die Leistungscharakteristik aller Straßen, von kleinen Landstraßen über stark befahrene Autobahnen bis hin zu Industrieflächen. Das Road+-System eignet sich für Fahrbahnbeläge auf all diesen Straßen und stellt damit die ganze Spannbreite seiner herausragenden technischen Eigenschaften unter Beweis.”

ROAD+ UND NACHHALTIGKEIT

MIGRATION

In einer Studie der FABES-Labore in Deutschland wurde Road+-Asphalt mit konventionellem Gummiasphalt und nicht modifiziertem Asphalt verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass mit Road+ modifizierter Asphalt die Lösung ist, bei der sowohl in einer Umgebung mit kaltem als auch mit heißem Wasser die wenigsten organischen Materialien ausgewaschen werden. Die vollständige Studie steht unter dem nachfolgenden Link zum Download bereit.

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Studie der Migration von gummimodifiziertem Asphalt (auf Englisch)

EMISSIONEN

FABES hat zudem eine Emissionsstudie bezüglich kritischer Verbindungen sowohl während der Produktion in einer Heißmischanlage als auch beim Aufbringen auf die Straße durchgeführt. Dabei wurden keine Emissionen von N-Nitrosaminen festgestellt, und die Emissionen flüchtiger und halbflüchtiger Verbindungen (VOC, SVOC) waren bei mit Road+ modifiziertem Asphalt im Vergleich zu herkömmlichem polymermodifiziertem Asphalt (PMB) geringer. Eine Zusammenfassung dieser Studie steht unter dem nachfolgenden Link zum Download bereit.

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Studie der Emission aus Asphalt mit Road+ (auf Englisch)

WIEDERVERWERTBARKEIT

Eine für Asphalt wichtige Eigenschaft ist, dass er wiederverwertbar sein muss, ohne dass er beim Wiederverwertungsprozess Emissionen produziert. Eine Studie der Heiden Labor GmbH in Deutschland, welche die gute Wiederverwertbarkeit von mit Road+ modifiziertem Asphalt bestätigt, steht unter dem nachfolgenden Link zum Download bereit.

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Prüfung der Wiederverwertbarkeit –
von Heiden Labor ausgearbeitet

EINSPARUNGEN BEI TREIBHAUSGASEN

Die Verwendung von Road+ führt zu einer erheblichen Reduzierung des Treibhausgasausstoßes, der Versauerung und des Gesamtenergieverbrauchs. Weitere Information hierzu entnehmen Sie bitte der Ökobilanz-Studio (LCA-Studie) von Genan.

LÄRMMINDERUNG

Eine aktuelle Studie des Regionalbüros für Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO) quantifiziert die Gesundheitsrisiken, die mit Lärmbelästigung verbunden sind. Die Studie zeigt, dass in Westeuropa aufgrund von Verkehrslärm jedes Jahr das Äquivalent von einer Million gesunden Lebensjahren verloren gehen. Damit ist in Europa die Lärmbelästigung ein umweltbedingter Risikofaktor, dessen Ausmaß mit der Luftverschmutzung vergleichbar ist. Lärm verursacht nicht nur Unbehagen, Stress und Schlafstörungen, er kann auch zu Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Lernstörungen und Tinnitus führen.
Test haben gezeigt, dass bei Verwendung von mit Road+ modifiziertem Asphalt die Lärmbelastung im Vergleich zu herkömmlichem Asphalt um 5 bis 6 dB verringert wird. Da schon eine Reduzierung um 3 dB (A) vom menschlichen Ohr wie eine Halbierung der ursprünglichen Verkehrsbelastung wahrgenommen wird, stellt dies eine erhebliche Lärmminderung dar.

FLEXIBILITÄT IM EINSATZ

KEIN VERGLEICH MIT FRÜHEREN GUMMIASPHALTEN
Die Verwendung von Gummi in Asphalt ist nicht neu. Das Konzept wurde schon früher ausprobiert, allerdings mit gemischtem Erfolg. Die Eigenschaften, die durch die Verwendung von Road+ erzielt werden, sind jedoch mit älteren Generationen von Gummiasphalten nicht vergleichbar und ihnen weit überlegen. Die Beigabe des von Evonik patentierten Vestenamer® macht den Unterschied.

Frühere Generationen von Gummiasphalt waren vergleichsweise klebrig und machten daher spezielle Ausrüstung zur Verarbeitung erforderlich. Mit Road+ modifizierter Asphalt haftet hervorragend am Gestein – klebt jedoch nicht an den Werkzeugen oder Behältern an. Es ist daher nicht erforderlich, Behälter und Lkws mit Trennmitteln zu reinigen. Für die Verarbeitung von mit Road+ modifiziertem Asphalt vor Ort ist keine spezielle Ausrüstung erforderlich.

BREITER TEMPERATURBEREICH
Mit Road+ modifizierter Asphalt kann im Vergleich zu herkömmlichem modifiziertem Asphalt über einen breiten Temperaturbereich hinweg verarbeitet werden. Dies bietet nicht nur Vorteile bei der Verdichtung, sondern auch bei der manuellen Verarbeitung, z. B. um Auffahrten und Kurven herum.

LIEFERUNG FÜR NASS- ODER TROCKENVERFAHREN

ROAD+ FÜR DAS NASSVERFAHREN
Für das Nassverfahren werden Gummipulver aus der Warmvermahlung und Vestenamer® als separate Bestandteile an das Mischwerk oder die Bitumenmischanlage (Endmischen) geliefert.
Zudem liefert Shell eine Bitumen-Fertigmischung mit der Bezeichnung „Shell Mexphalte RM“.

ROAD+ FÜR DAS TROCKENVERFAHREN
Für die Verwendung in Walzasphaltmischanlagen (Trockenverfahren) wird Road+ in 20/25 kg Säcken geliefert.

MISCHVERFAHREN ZUM TEST IM LABOR
Die Testverfahren stehen unter dem nachfolgenden Link zum Download bereit.

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Prüfungsprozedur für Labormischungen (auf Englisch)