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Wissenschaftliche Untersuchungen

Gummigranulat aus Altreifen wird in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt, in denen es zu einem direkten Kontakt mit der Öffentlichkeit kommt. Am bekanntesten ist hier Einstreugranulat im Kunstrasen. In den letzten Jahren wurde in den Medien relativ ausführlich über Gummifüllmaterial berichtet – insbesondere in Bezug auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und ihre mögliche krebserzeugende Wirkung.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien sind dieser Frage nachgegangen; weltweit wurden zudem mehr als 70 Studien auf Grundlage von Versuchsdaten durchgeführt, die zu dem Schluss gekommen sind, dass es kein signifikantes bzw. kein wissenschaftlich begründetes Risiko bei der Verwendung von Gummigranulat aus Altreifen gibt.

Gemäß dem im EU-Vertrag festgelegten Vorsorgeprinzip, das besagt, dass jedes mögliche Risiko untersucht werden muss, gab die Europäische Kommission 2015 eine weitere Studie in Auftrag. Diese Studie sollte von der Europäischen Agentur für chemische Stoffe (ECHA) erstellt werden, die für die Regulierung von chemischen Stoffen und deren sichere Verwendung innerhalb der EU zuständig ist.

Die ECHA veröffentlichte ihre Bewertung im Februar 2017 und stellte fest, dass es keinen Grund gibt, Menschen davon abzuraten, Sport auf Kunstrasen zu treiben, der eine Einstreu aus recyceltem Gummigranulat enthält. Die ECHA kommt zu dem Schluss, dass es „allenfalls sehr geringe Bedenken beim Kontakt mit recyceltem Gummigranulat gibt“. Der vollständige Bericht der ECHA steht unter dem nachfolgenden Link zum Download bereit.

 

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Zusammenfassung der Bewertung der ECHA der möglichen Gesundheitsrisiken von recyceltem Gummigranulat, das als Füllmaterial in Kunstrasenspielfeldern verwendet wird

Aktuelle Vorschriften in der EU

Gummigranulat ist als Gemisch definiert, d. h., es muss mit den Anforderungen der REACH Richtlinie (EG) 1907/2006 und den entsprechenden PAK-Konzentrationsgrenzwerten in den Anhängen I und VI der CLP-Verordnung (EG) 1272/2008 entsprechen. Die Konzentration für jedes der 8 genannten PAK darf 100 mg/kg (für Benzo[a]pyren und Dibenz[a,h]anthracen) bzw. 1000 mg/kg (alle anderen PAK) nicht überschreiten.

Genan kontrolliert den PAK-Gehalt in Granulatproben bereits seit Jahren. Bei keinem der genannten PAK wurde der Wert von 5 mg/kg je überschritten, was deutlich unter dem Konzentrationsgrenzwert liegt. Die PAK-Konzentration nimmt dabei immer weiter ab, da neue in der EU hergestellte- und eingeführte Reifen dem Anhang XVII der REACH-Verordnung, Eintrag 50.1, entsprechen müssen.

Die Herkunft des Gummis ist entscheidend

Gummigranulat von Genan stammt garantiert aus Altreifen. In der EU recycelt Genan keine Reifen, deren Ursprung außerhalb der EU liegt – wodurch gesichert wird, dass Genan Einstreugranulat mit der REACH-Verordnung übereinstimmt.

Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass ein gewisser Teil des auf dem Markt verkauften Gummifüllmaterials nicht von Altreifen stammt, sondern aus anderen Altgummiquellen. Daher sollten Kunstrasenanbieter ihr Gummigranulat von einem Lieferanten beziehen, der nachweisen kann, dass als Ausgangsmaterial ausschließlich Altreifen verwendet werden.