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MODIFIZIERUNG VON ASPHALT UND BITUMEN IM STRAßENBAU

Straßenbaubehörden auf der ganzen Welt werden sich nach und nach bewusst, dass es wirtschaftlich sinnvoll ist, für neue Straßenbauprojekte modifizierten Asphalt zu verwenden. Er ist mittel- und langfristig einfach kostengünstiger, weil die Straßen weniger stark der Spurrillen- und Rissbildung ausgesetzt sind. Dadurch reduziert sich der Wartungsaufwand, der nicht nur finanziell, sondern auch in Bezug auf den Verkehr ein Problem darstellt, da Straßen bei Instandhaltungsarbeiten vorübergehend gesperrt werden müssen.

Die häufigste Methode der Modifizierung von Bitumen im modernen Straßenbau ist die Nutzung des synthetischen Elastomers SBS (Styrol-Butadien-Styrol). SBS wird aus seltenen Rohstoffen hergestellt und ist nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht sehr teuer, sondern auch aus Umweltgründen bedenklich. Allerdings kann man SBS als Modifizierer für Bitumen durch recyceltes Gummipulver ersetzen (in der Größe 0,2-0,8 mm), was sich inzwischen weltweit aufgrund der praktischen Erfahrungen zu einer Standardtechnologie entwickelt hat.

ROAD+

Genan bietet Road+ als Modifizierungselastomer für Asphalt und Bitumen inzwischen in der dritten Generation an.
Road+ wird in einem von Evonik patentierten Verfahren hergestellt. Die Inhaltsstoffe bestehen aus 100 Volumeneinheiten von hochwertigem Genan-Gummipulver, gemischt mit 4,5 Volumeneinheiten Vestenamer®, einem teilkristallinen Polyoctenamer, das von Evonik hergestellt wird.

Ein mit 10 % Road+ modifizierter Asphalt besitzt dabei mindestens dieselben Eigenschaften wie vergleichbarer, mit 4 % SBS modifizierter Asphalt. Und mit einem Produkt aus recycelten Altreifen können Sie sicher sein, eine umwelt- und klimafreundliche Lösung einzusetzen.

GROßE FLEXIBILITÄT

Frühere Generationen von Gummiasphalt waren vergleichsweise klebrig und machten daher spezielle Ausrüstung zur Verarbeitung erforderlich. Mit Road+ modifizierter Asphalt haftet hervorragend am Gestein – klebt jedoch nicht an den Werkzeugen oder Behältern an. Für die Verarbeitung von mit Road+ modifiziertem Asphalt vor Ort ist keine spezielle Ausrüstung erforderlich; es ist auch nicht erforderlich, Behälter und Lkws mit Trennmitteln zu reinigen.
Mit Road+ modifizierter Asphalt kann im Vergleich zu herkömmlichem modifiziertem Asphalt über einen breiten Temperaturbereich hinweg verarbeitet werden. Dies bietet nicht nur Vorteile bei der Verdichtung, sondern auch bei der manuellen Verarbeitung, z. B. um Auffahrten und Kurven herum.

WO ROAD+ VERWENDET WERDEN KANN

Road+ kann für praktisch alle Asphalt- und Bitumenanwendungen genutzt werden, sei es Splittmastixasphalt (SMA), jede Art von Asphaltbeton (AC), offenporiger Asphalt (PA) oder Gussasphalt (MA). Im Gegensatz zu SBS kann Road+ mit jeder Art von Bitumen verwendet werden, unabhängig von dessen Herkunft. Road+ kann in hoher Konzentration in spannungsabbauenden Zwischenschichten sog. SAMI-Schichten (stress adsorbing membrane interlayer) verwendet werden.

Prof. Dr. Ing. Damm, Hamburg, Wissenschaftsreferent für Asphaltbetonforschung, sagt dazu: „Mit Road+ modifizierter Asphalt verbessert die Leistungscharakteristik aller Straßen, von kleinen Landstraßen über stark befahrene Autobahnen bis hin zu Industriegebieten. Das Road+-System eignet sich für Fahrbahnbeläge auf all diesen Straßen und stellt damit die ganze Spannbreite seiner herausragenden technischen Eigenschaften unter Beweis.”